Covid 19

VOR-WÄHREND-NACH COVID-19

Unsere Welt ist schon lange vor CORONA aus den Fugen geraten. Hoffen wir nicht seit Jahren, dass EntscheidungsträgerInnen in Politik und Wirtschaft, den Erkenntnissen namhafter KlimaforscherInnen, WissenschaftlerInnen und ExpertInnen endlich Folge leisten und die Notbremse ziehen mögen. Und wenn nicht, dass irgendein Umstand, rechtzeitig und ausnahmslos, allen eine Nachdenkpause verordnet, bevor „unser“ Planeten aus Gier, Unersättlichkeit und Arroganz gegen die Wand gefahren wird. Eine Pause, über die die Nonne und Lehrerin des tibetischen Buddhismus Pema Chödrön schon 2012 in ihrem Buch „Den Sprung wagen“ philosophiert. Etwas, das aufzeigt, was wirklich zählt. Etwas, das uns zum Umdenken zwingt. 

Den Sprung wagen von Pema Chödrön
In der Übersetzung von Margarethe Randow-Tesch
Originaltitel: Taking the Leap
Originalverlag: Shambhala
Taschenbuch, Broschur, 128 Seiten, 12,5 x 18,3 cm
ISBN 978-3-442-22012-0

Link zu Pema Chödrön – Wenn alles zusammenbricht (Youtube Hörbuchversion)

Auch der Kulturphilosoph Charles Eisenstein stellt in seinem Buch „Die bessere Welt, die dein Herz kennt, ist möglich“ dem allgegenwärtigen Zynismus die nicht abwegige These entgegen: Wir alle sind miteinander verbunden. Schon kleine, persönliche Gesten von Mut, Freundschaft und Selbstvertrauen beinhalten transformatorische Kraft. Wenn wir dieses Prinzip des Interbeing anwenden, können wir zur Überwindung der Separation und einem positiven Wandel beitragen.

Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich von Charles Eisenstein
In der Übersetzung von Nikola Winter und Eike Richter
Taschenbuch, Klappenbroschur, 368 Seiten, Format 13,5 x 21,5 cm
ISBN 978-3-943416-76-3, WG 1930

Link zu Charles Eisensteins aktuellem Essay – Corona oder die Krönung

Auf die Frage wann alles wieder zur Normalität zurückkehrt, antwortet der Zukunftsforscher Matthias Horx: Niemals. Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Diese Zeiten sind jetzt. Die Welt wie wir sie kennen löst sich gerade auf. Aber dahinter fügt sich eine neue Welt zusammen. Matthias Horx beschreibt dies anhand einer Übung, mit der er Unternehmen bei Visionsprozessen begleitet: Der RE-Gnose. Mit dieser Technik wird von der Zukunft aus ZURÜCK ins Heute geblickt. Klingt verrückt, aber es wirkt.

Link zu Matthias Horx – Die Welt nach Corona

Der Verein Umweltbildung Wien Grüne Insel plädiert in seinem Zukunftskonzept ‚Fresh A.I.R.‘  für eine Haltung, die den Menschen als Teil dieser Welt betrachtet und weniger als ihr Zentrum. Daraus ergibt sich nicht selbstverständlich ein Führungs- und Gestaltungsanspruch gegenüber der Natur, sondern vielmehr die umfassende, auf zukünftige Generationen gerichtete Verantwortung des Menschen für das Gesunden und Aufblühen der natürlichen Lebensräume, unserer Mitwelt. Schon der Sprachgebrauch verrät, dass dieser Ansatz zu einem neuen Um- und Mitdenken einlädt. Wir bezeichnen ja auch Menschen, die mit uns in einer Wohnung leben, als unsere Mitbewohner und nicht als unsere Umbewohner. Von der Umwelt zur Mitwelt ist eine liebens- und lesenswerte Präsentation von Textbausteinen aus Vorträgen & Workshops zu Ökologischer Ethik und Wertebildung, in der Prof. Gerhard Hofer auch die spirituell-religiöse Dimension einer ganzheitlichen Umweltbildung vermittelt.

Link zur Pdf-Präsentation © Prof. Gerhard Hofer

All die Vorgänge der letzten Monate zeigen, dass es im Kleinen wie im Großen eine Frage der Ausrichtung und des Willens ist, wie wir unsere Welt gestalten. Die Ressourcenverteilung spielt dabei  eine wesentliche Rolle. Dies führt uns wieder zu Thoreau´s zentraler und stets aktueller Frage: Wie wollen wir leben?

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