Waldbaden

Seit Jahrhunderten wissen Menschen, die sich regelmässig und über längere Zeiträume im Wald aufhalten, um die heilende Kraft des Waldes, doch seit 1982 wird in Japan erstmals zu dem Thema wissenschaftlich geforscht.

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Rituale & Zeremonien

Rituale und Zeremonien sind zu wichtigen Bestandteilen unserer Arbeit und unseres persönlichen Entwicklungsweges geworden. Wir haben über viele Jahre die transformierenden Wirkung von (Übergangs- )Ritualen und Zeremonien erfahren und schätzen gelernt. 

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Neue Wege

Schau niemals zurück. Es sei denn,
Du möchtest in diese Richtung gehen.

Henry David Thoreau

Wir haben uns im Frühjahr 2021 einige Wochen Zeit genommen, um für uns erkunden wo wir nach eineinhalb Jahren Corona gelandet sind und worum es in Zukunft gehen könnte.

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Dankbarkeit Bruder David Steindl-Rast

Unsere Aufmerksamkeit auf die Haltung der Dankbarkeit zu richten, ist eine Form achtsamer spiritueller Praxis, die den Vorzug hat, dass sie sehr schnell Resultate zeigt. Wenn wir uns am Morgen vornehmen, dankbar zu sein für alles, was uns an diesem Tag begegnet, werden wir am Abend vielleicht bereits spürbar glücklicher sein. 
Bruder David Steindl-Rast

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Covid 19

COVID-19

Unsere Welt ist schon lange vor CORONA aus den Fugen geraten. Hoffen wir nicht seit Jahren, dass EntscheidungsträgerInnen in Politik und Wirtschaft, den Erkenntnissen namhafter KlimaforscherInnen, WissenschaftlerInnen und ExpertInnen endlich Folge leisten und die Notbremse ziehen mögen. Und wenn nicht, dass irgendein Umstand, rechtzeitig und ausnahmslos, allen eine Nachdenkpause verordnet, bevor unser Planeten aus Gier, Unersättlichkeit und Arroganz gegen die Wand gefahren wird. Eine Pause, über die die Nonne und Lehrerin des tibetischen Buddhismus Pema Chödrön schon 2012 in ihrem Buch „Den Sprung wagen“ philosophiert. Etwas, das aufzeigt, was wirklich zählt. Etwas, das uns zum Umdenken zwingt. 

Den Sprung wagen von Pema Chödrön
In der Übersetzung von Margarethe Randow-Tesch
Originaltitel: Taking the Leap
Originalverlag: Shambhala
Taschenbuch, Broschur, 128 Seiten, 12,5 x 18,3 cm
ISBN 978-3-442-22012-0

Link zu Pema Chödrön – Wenn alles zusammenbricht (Youtube Hörbuchversion)

Auch der Kulturphilosoph Charles Eisenstein stellt in seinem Buch „Die bessere Welt, die dein Herz kennt, ist möglich“ dem allgegenwärtigen Zynismus die nicht abwegige These entgegen: Wir alle sind miteinander verbunden. Schon kleine, persönliche Gesten von Mut, Freundschaft und Selbstvertrauen beinhalten transformatorische Kraft. Wenn wir dieses Prinzip des Interbeing anwenden, können wir zur Überwindung der Separation und einem positiven Wandel beitragen.

Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich von Charles Eisenstein
In der Übersetzung von Nikola Winter und Eike Richter
Taschenbuch, Klappenbroschur, 368 Seiten, Format 13,5 x 21,5 cm
ISBN 978-3-943416-76-3, WG 1930

Link zu Charles Eisensteins aktuellem Essay – Corona oder die Krönung

Auf die Frage wann alles wieder zur Normalität zurückkehrt, antwortet der Zukunftsforscher Matthias Horx: Niemals. Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Diese Zeiten sind jetzt. Die Welt wie wir sie kennen löst sich gerade auf. Aber dahinter fügt sich eine neue Welt zusammen. Matthias Horx beschreibt dies anhand einer Übung, mit der er Unternehmen bei Visionsprozessen begleitet: Der RE-Gnose. Mit dieser Technik wird von der Zukunft aus ZURÜCK ins Heute geblickt. Klingt verrückt, aber es wirkt.

Link zu Matthias Horx – Die Welt nach Corona

Der Verein Umweltbildung Wien Grüne Insel plädiert in seinem Zukunftskonzept ‚Fresh A.I.R.‘  für eine Haltung, die den Menschen als Teil dieser Welt betrachtet und weniger als ihr Zentrum. Daraus ergibt sich nicht selbstverständlich ein Führungs- und Gestaltungsanspruch gegenüber der Natur, sondern vielmehr die umfassende, auf zukünftige Generationen gerichtete Verantwortung des Menschen für das Gesunden und Aufblühen der natürlichen Lebensräume, unserer Mitwelt. Schon der Sprachgebrauch verrät, dass dieser Ansatz zu einem neuen Um- und Mitdenken einlädt. Wir bezeichnen ja auch Menschen, die mit uns in einer Wohnung leben, als unsere Mitbewohner und nicht als unsere Umbewohner. Von der Umwelt zur Mitwelt ist eine liebens- und lesenswerte Präsentation von Textbausteinen aus Vorträgen & Workshops zu Ökologischer Ethik und Wertebildung, in der Prof. Gerhard Hofer auch die spirituell-religiöse Dimension einer ganzheitlichen Umweltbildung vermittelt.

Link zur Pdf-Präsentation © Prof. Gerhard Hofer

All die Vorgänge der letzten Monate zeigen, dass es im Kleinen wie im Großen eine Frage der Ausrichtung und des Willens ist, wie wir unsere Welt gestalten. Die Ressourcenverteilung spielt dabei  eine wesentliche Rolle. Dies führt uns wieder zu Thoreau´s zentraler und stets aktueller Frage: Wie wollen wir leben?

Mehr über Henry David Thoreau erfahren…

Was ist Tantra

Was ist Tantra

Ursprünglich bezeichnet Tantra oder Tantrismus eine Strömung der indischen Philosophie. Das Tantra als spiritueller Weg ist eng verwandt mit dem klassischen Yoga und verwendet ähnliche Elemente. Ebenso wie Yoga ein rein spiritueller Weg war, bei dem Erleuchtung durch Meditation praktiziert wurde, ist das Ziel von Tantra das Erwachen des Bewusstseins. Einige Formen des heutigen Yoga (z. B. Hatha-Yoga und Kundalini-Yoga) wurzeln in den tantrischen Praktiken des 9. bis 12. Jahrhunderts.

Im Tantra wird der Körper und seine sinnlichen Wahrnehmungen als wichtiger Bestandteil der Lehren und Praktiken angesehen. Ziel ist das vollständige Gewahrsein der Ganzheit des Seins im Hier und Jetzt. Der Weg zur Erleuchtung führt dabei nicht über das Denken, sondern erfordert transformative Praktiken und aktive Übungen. Wie bei allen spirituellen Lehren gibt es auch im Tantrismus unterschiedliche Richtungen.

Im buddhistischen Tantra werden durch Meditations- und Atemübungen außergewöhnliche Fertigkeit erlangt, um einen höheren Bewusstseinszustand zu erreichen. Letztendliches Ziel der tantrischen Praxis ist die Erkenntnis dessen, was hinter allen Formen und Gestaltungen liegt. Mehr darüber…

Die Ursprünge des Hindu-Tantra liegen in den verschiedenen Einflüssen des frühen Mittelalters in Indien. Tantra bedeutet im religiösen bzw. spirituellen Kontext ein spezielles Wissensgebiet innerhalb des Hinduismus mit eigener Philosophie und eigenen rituellen Formen. Mehr darüber…

Der shivaistische Tantrismus Kaschmirs erlebte zwischen dem 7. und 13. Jahrhundert seinen Höhepunkt in Kaschmir und Oddhiyana. Diese Richtung lehrt die spirituelle Entwicklung hin zum Erwachen über die Entfaltung der Sinnlichkeit und des Bewusstseins. Mehr darüber…

Die heute in Europa und den USA weit verbreitete Richtung des Neo-Tantra geht auf die Lehren des indischen Philosoph Bhagwan Shree Rajneesh (genannt „Osho“) zurück und stellt eine für westliche Menschen ungewohnte Verbindung von Spiritualität, Sinnlichkeit und Sexualität als eine moderne Form des Tantra dar. Hier finden sich Weiterentwicklungen der Theorien und Methoden Wilhelm Reichs und moderner Körpertherapien.

Daniel Odier, einer der wenigen Europäer, der in direkter Linie des shivaistischen Tantrismus Kashmirs gelehrt und eingeweiht wurde, schreibt in seinem Buch Begierde, Leidenschaft & Spiritualität – Der tantrische Weg des Erwachens: „Tantra ist im Grunde alles andere als die Suche nach hedonistischem Sex, sondern führt zur Einheit des Seins. Dieser Weg hat dank seiner unvergleichlichen Tiefe und Feinheit nichts mit jenem Warenangebot zu tun, mit dem heute der Westen im Namen von Tantra überschwemmt wird.“  Mehr darüber…

Walden

1845 zog Henry David Thoreau in eine selbstgebaute Hütte am Walden-See in Massachusetts, um für zwei Jahre ein einfaches Leben in der Natur führen. Dabei ging es Thoreau nicht um simple Weltflucht, sondern um die Erforschung menschlicher Existenz, um ein bewußtes Leben und die Beschränkung auf das Wesentliche. Er wollte ein Leben abseits der in den USA üblichen, auf Schulden und Konsum aufgebauten, Existenzmöglichkeiten erkunden.

In seinem Tagebuch, das zu seinem Buch Walden oder Leben in den Wäldern, einem der einflussreichsten der amerikanischen Literatur werden sollte, beschäftigte er sich mit der grundlegende Frage: Wie soll und will ich leben? Thoreau zeigt darin, dass der Weg zu sich selbst bei den einfachen Dingen beginnt.

«Ich zog in den Wald, weil ich den Wunsch hatte, mit Überlegung zu leben, dem eigentlichen, wirklichen Leben näher zu treten, zu sehen, ob ich nicht lernen konnte, was es zu lehren hätte, damit ich nicht, wenn es zum Sterben ginge, einsehen müsste, dass ich nicht gelebt hatte. Ich wollte nicht das leben, was nicht Leben war; das Leben ist so kostbar.»  

Eineinhalb Jahrhunderte später werden Menschen in Österreich, in Europa und vielen anderen Ländern unfreiwillig in Rückzug und Isolation versetzt. Ob aus dieser temporären, staatlich verordneten Pause auch eine sinnvolle Überprüfung und Veränderung bisheriger Handlungs- und Lebensweisen resultiert, wird sich noch weisen. Daher ist genau JETZT Thoreau’s zentralste Frage ‚Wie sollen und wollen wir leben‘ von höchster Aktualiät. Unsere Antworten auf diese Frage wird das Überleben aller nachfolgenden Generationen auf diesem Planeten stärker als jemals zuvor beeinflussen.

Aus dem Bestseller Walden oder Leben in den Wäldern hat der WDR ein Schwarmhörspiel produziert und im April 2020 seine Hörer*innen aufgerufen, jeweils eine der 503 Seiten online einzulesen. Innerhalb weniger Tage luden 500 User*innen ihre Interpretation einer Textpassage hoch und gestalteten so das Hörspiel mit. Schließlich verbanden Andreas Ammer, Driftmachine und Acid Pauli das Textmaterial mit Musik und Sound. Die Hörer*innen erwartet ein rund 16-stündiges Hörspiel in 26 Kapiteln nach dem Klassiker von Henry David Thoreau. Link zum Hörspiel

Seit seinem erscheinen 1854 wurden Thoreaus kunstvoll arrangierte Aufzeichnungen ganzen Generationen von Lesern zur Quelle der Inspiration, darunter Leo Tolstoi und Mahatma Gandhi sowie den politischen Bewegungen der 68er-Generation.

An unsere Literaturtipps knüpfen wir die Bitte, sämtliche Bücher bei der ortsansässigen Buchhandlung deines Vertrauens zu bestellen. Danke.

Walden
oder Leben in den Wäldern
in einer Übersetzung von Emma Emmerich

Kunstvoller Essay und erzählende Prosa in einem ist dieses Buch eine höchst vergnügliche Lektüre und ein veritables Handbuch des Glücks.

Taschenbuch
Verlag: Diogenes Auflage: 30 (24. Juli 2007)
ISBN-13: 978-3257200195

Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat: und andere Essays
in einer Übersetzung von Walter E. Richartz

Eines jener Bücher, die die Welt verändern: Nicht so sehr ein Pamphlet als schlicht große Poesie.

Taschenbuch
Verlag: Diogenes Auflage: 20 (28. September 2010)
ISBN-13: 978-3257200638

Vom Spazieren: Ein Essay
in einer Übersetzung von Dirk van Gunsteren

Unterwegssein als Lebensmodell: Spazieren als Versuch, das Unbehagen gegenüber der Gesellschaft zu überwinden.

Taschenbuch
Verlag: Diogenes Auflage: 7 (30. September 2004)
ISBN-13: 978-3257234633

Walden Magazin

Walden Magazin

In unseren Beiträgen wollen wir unsere eigenen Erkundungen und Wissenspfade teilen. Wir stellen Themenbereiche und Menschen vor, zeigen unterschiedliche Zugänge sowie Perspektiven auf und werden einige davon vertiefen. Wir tun dies mit einem professionellen Anspruch, was u.a. bedeutet, dass in den Artikeln Quellenangaben und Hinweise zu finden sind. Auf diese Art wollen wir Spuren legen und nachvollziehbar machen, die wir für hilfreich und sinnvoll halten. Unsere Themen stehen direkt oder indirekt mit der lebenslang aktuellen Frage  „Wie will ich leben“ in Verbindung und wir hoffen, dass sie der persönlichen Inspiration und Erweiterung dienen.